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Giengen „Kommune des Jahres“ beim „Großen Preis des Deutschen Mittelstandes“

Bei der Galaveranstaltung zum 25. „Großen Preis des Deutschen Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung am 14. September in Würzburg wurde die Große Kreisstadt Giengen an der Brenz mit dem Sonderpreis „Kommune des Jahres“ in der Region Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Thüringen – einer von drei Regionen – ausgezeichnet. Die Auszeichnungsgala in Würzburg erlebten mehr als 500 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie zahlreiche geladene Gäste aus Politik und Wirtschaft. Bundesweit waren 5.399 Unternehmen sowie für die Sonderpreise 115 Kommunen und 83 Kreditinstitute nominiert worden.

Der Preis "Kommune des Jahres" geht regelmäßig an kommunale Institutionen mit herausragenden Leistungen und Erfolgen beim Aufbau und bei der Entwicklung mittelständischer Wirtschaftsstrukturen. Bereits im Februar des Jahres hatte Josef Christian Kainz, stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender und Direktor der süddeutschen Niederlassung der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, die Stadt Giengen aufgefordert, sich zu bewerben. Er hatte das strategische Vorangehen im Sinne der Entwicklung zur Fünf-Sterne-Stadt eine Zeitlang beobachtet und war zu der Auffassung gelangt, dass dieses Vorangehen preiswürdig sei.
Es folgte eine Bewerbungsphase, in der OB Dieter Henle und Wirtschaftsförderer Sebastian Vetter die städtische Strategie anhand verschiedener Kategorien darstellten. Gefragt waren neben einem Kurzprofil mit Ideen und Maßnahmen Angaben zu den Hard- und Softfacts der Mittelstandsförderung und den erzielten Erfolgen, daneben zu Partnern im Netzwerk, Zielen und aktuellen Problemen. Anfang September kam die Nachricht, dass die Stadt die sogenannten Jurystufe erreicht habe – verbunden mit einer Einladung zur Galaveranstaltung nach Würzburg.
Dass Giengen den Preis dort erhalten würde, war allerdings nicht klar. „Die Zahl der Bewerber in der Jurystufe ist relativ groß“, so OB Dieter Henle. „Es gab zwar den Hinweis, ich solle bitte kommen, aber sicher waren wir uns keineswegs.“ Immerhin hatte sich die Stadt zum ersten Mal bei der Oskar-Patzelt-Stiftung beworben – andere Kommunen bewerben sich teilweise fünf Mal und häufiger. Und so fuhren der Oberbürgermeister und seine Frau sehr gespannt zum festlichen Galaabend nach Würzburg.
Zunächst wurden verschiedene Mittelstandsunternehmen ausgezeichnet – aus Baden-Württemberg waren es der Schreibgerätehersteller C. Josef Lamy GmbH, Heidelberg, die Firma Fertighaus Weiss GmbH aus Oberrot, der Formenbauer Hans Fleig GmbH aus Lahr sowie der Stahlpartner Sülzle Holding GmbH & Co. KG, Rosenfeld. Bei der Preisverleihung zur „Kommune des Jahres“ wurden dann tatsächlich der Giengener Oberbürgermeister und seine Frau Simone nach vorne gebeten.
Die Laudatio übernahm Josef Christian Kainz als stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender und Initiator der Giengener Bewerbung. Er freute sich sehr, dass seine Empfehlung durch sämtliche Bewertungsgremien hindurch bestätigt worden war und zeichnete einen Bogen von der finanziell schwierigen Zeit Giengens über eine erste Erholung bis hin zur vielfach vorbildlichen Entwicklung der Stadt unter ihrem neuen Oberbürgermeister. „Der hervorragende Status, den Giengen als Wohn- und Arbeitsstadt, beim Lebensgefühl für Familien und Kinder, bei der Innenstadtentwicklung und dem Zusammenleben der Bürger für sich reklamieren kann, ist den Verantwortlichen im Rathaus nicht in den Schoß gefallen.“ In seinen Ausführungen erwähnte er u. a. die Neugestaltung der Innenstadt, die aktive Wohnbaupolitik, aber auch die Beschäftigung eines Wirtschaftsförderers, die Zertifizierung als attraktiver Wirtschaftsstandort und den engen Kontakt zu Industrie, Handwerk, Handel und Dienstleistern. Weitere Aspekte seien Erfolge in der Digitalisierung und Umstellung auf LED-Beleuchtung, daneben Gründercoaching und Bildungspartnerschaften, das Forschungsprojekt für die praktische Nutzung neuer Energien und natürlich der GIP A7.“
OB Dieter Henle bedankte sich im Namen der Stadt, ihrer Bürgerinnen und Bürger, der vielen engagierten Unternehmen und seiner Kommunalverwaltung. Er sieht den renommierten Preis als weitere Bestätigung der positiven Entwicklung, „die wir alle gemeinsam vorantreiben: unterstützt durch den Landkreis Heidenheim und das Regierungspräsidium in Stuttgart. Natürlich freuen meine Frau und ich uns auch persönlich sehr über diese besondere Auszeichnung! Das sehen Sie uns glaube ich an!“ Die Bronzeskulptur zum „Großen Preis des Deutschen Mittelstandes“ werde, so ergänzte er, einen Ehrenplatz im Rathaus bekommen, an dem sie ausgiebig bewundert werden könne. 
Die Oskar-Patzelt-Stiftung mit Sitz in Leipzig ist als Non-Profit-Organisation (NPO) und Non-Governmental-Organisation (NGO) aufgestellt. Als private, rein ehrenamtliche Initiative hat sie den „Großen Preis des Deutschen Mittelstandes “ zu einem der wichtigsten deutschen Wirtschaftspreise entwickelt. Mehr als 200 Persönlichkeiten aus allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens sind gegenwärtig in den Gremien der unabhängigen Initiative engagiert, in den Jahren 2008 und 2016 war sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Mit den Sonderpreisen zur „Kommune des Jahres“ und „Bank des Jahres“ würdigt die Oskar-Patzelt-Stiftung das Wirken von Persönlichkeiten und Institutionen für die Gestaltung der notwendigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen unternehmerischen Handelns (www.mittelstandspreis.com).
Preisverleihung "Kommune des Jahres" - OB Henle mit Ehefrau Simone Henle
Oberbürgermeister Dieter Henle mit Ehefrau Simone bei der Preisverleihung.