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Bypass für Knotenpunkt B 492 / L 1079 bis Ende November


In direktem Zusammenhang mit der Umgestaltung der drei Knotenpunkte an der A 7 in Giengen entsteht nun bis November auch eine zukunftsweisende Lösung für den Knotenpunkt B 492 / L 1079. Anregungen aus der Bürgerschaft und aus dem Gemeinderat in diesem Zusammenhang hatten zu einer erneuten Prüfung der Verkehrssituation dort geführt. „Sowohl schriftlich als auch in der Bürgersprechstunde kam das Thema zur Sprache“, so OB Dieter Henle. „Der für eine Rechtsabbiegespur nötige zusätzliche Grunderwerb sprach zunächst dagegen, auch die Prüfung der Leistungsfähigkeit in Zusammenhang mit dem für die kommenden Jahre prognostizierte Verkehrsaufkommen waren die Voraussetzungen für die Realisierung einer entsprechenden Lösung.“

Dennoch wurde in Folge ein eigenes Verkehrsgutachten für diese Situation beauftragt – auch vor dem Hintergrund der vorhandenen Wohnbebauung und der Option zusätzlicher, nahegelegener Baugebiete. Dabei festgestellte Wartezeiten beim Linkseinbiegen von der L 1079 auf die B 492 Richtung Hermaringen insbesondere während des Berufsverkehrs und ein morgens hohes Verkehrsaufkommen in Richtung A 7 legten bei nur einem Mischfahrstreifen und ohne Regelmechanismen mögliche Probleme in der Zukunft nahe. Repräsentative Zählwerte für den Knotenpunkt B 492 / L 1079 ließen sich aufgrund der Corona-Pandemie aktuell nicht erheben. Ein Schätzgutachten mit Bezug auf das Jahr 2035 ergab jedoch, dass der Knotenpunkt in der jetzigen Form eines Mischfahrstreifens aufgrund der langen mittleren Wartezeiten der Linkseinbieger überlastet wäre.

Auf Basis dieses Gutachtens verwendete sich die Stadt bei Bund und Land für eine Aufnahme der Maßnahme im Rahmen eines Nachtrages in die bestehende Belagssanierung auf der B 492. Daraufhin wurden drei Lösungsvarianten geprüft: zwei mit Lichtsignalanlage und ein Kreisverkehr. Er wurde, da Kreisverkehre als Verbindung von Landes- und Bundesstraßen nur in Ausnahmefällen zulässig sind, von den Straßenbaulastträgern abgelehnt. Realisiert wird nun eine aus Gutachtersicht nachhaltige, zukunftsorientierte Lösung: eine Lichtsignalanlage mit vollverkehrsabhängiger Steuerung und variabler Umlaufzeit in Verbindung mit einem Links- und einem Rechtsstreifen auf der L 1079. Auf Betreiben der Stadt wird diese Lösung mit einem Bypass mit Einfädelspur für den Rechtseinbieger zur B 492, der die signaltechnischen Eingriffe reduziert und den Verkehrsablauf verstetigt, realisiert.

Die Kosten für die Baumaßnahme zur Errichtung der Lichtsignalanlage und Trennung des Mischfahrstreifens tragen zu 100 % die Straßenbaulastträger Bund und Land. Für die Stadt ergibt sich aus der Maßnahme eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 225.000 Euro. Sie kann aus dem Straßensanierungsbudget finanziert werden, da die Sanierung der Ortsdurchfahrt Hürben auf das Jahr 2022 verschoben wurde. Die Höhe eines wegen der Beteiligung einer Bundesstraße aus städtischer Sicht anfallenden Ablösebetrags wird noch verhandelt, er soll im Haushaltsjahr 2022 berücksichtigt werden. „Der Verlauf dieses außerplanmäßigen Projektes freut uns gleich in mehrfacher Hinsicht“, konstatierte der Oberbürgermeister. „Wir konnten konstruktive Hinweise aus der Bevölkerung direkt in eine laufende Maßnahme einbringen, rasch eine sehr gute Lösung finden, die umgehend im Zuge der anderen Maßnahmen im Laufe weniger Monate gebaut wird und werden einmal mehr von Bund und Land großzügig unterstützt. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich!“