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ÖDKV Hauptversammlung in der Stadtkirche


Die Stadtkirche in Giengen war am 6. Oktober pandemiebedingt Ort für die Mitgliederversammlung des Ökumenischen Diakonie- und Krankenpflegevereins (ÖDKV). Der ÖDKV – eng verbunden mit der Ökumenischen Sozialstation Giengen und Unteres Brenztal – ist Träger der Senioren Alltagshilfe und der Betreuung pflegender Angehöriger. Pfarrer Dr. Kummer hob im Rahmen seiner Begrüßung als Vorsitzender des ÖDKV dankend hervor, welchen Risiken sich Pflegekräfte zum Wohl der Pflegebedürftigen im Rahmen ihres Dienstes in diesen Zeiten aussetzen.

„Die Pandemie trägt zu hoher Flexibilität bei – auch in gedanklichen Prozessen“, so OB Dieter Henle. „Was man früher per se als unmöglich bewertet hätte, kommt nun konstruktiv auf den Prüfstand. Das gilt auch für die Wahl eines geeigneten Versammlungsortes heute. Und wie wir sehen, ist die Lösung in jeder Hinsicht sehr gut.“

Neben Ausschusswahlen und Finanzthemen gab es kurze Tätigkeitsberichte. In Bezug auf die in der Pandemie besonders geforderte Sozialstation wurde positiv hervorgehoben, dass die Beschäftigten auch vor Ort in den Wohnungen zum Teil lebenswichtige Versorgungen bei allem Selbstschutz aufrecht erhielten und dass zu jeder Zeit genügend Schutzmaterial für die 100 Beschäftigten vorhanden war. Auch die Senioren Alltagshilfe wird zwei Jahre nach der Gründung gut angenommen. Sie ist aktuell jedoch mit der Schwierigkeit konfrontiert, dass die Helfenden oft Senioren und damit selbst Teil der Risikogruppe sind. Um sie zu schützen, wird auf Hilfen im Haushalt verzichtet bzw. man versucht, die Anfrage an jüngere Helfende weiterzureichen. Nach wie vor bietet die Senioren Alltagshilfe Fahrten zu Ärzten und ins Krankenhaus, Einkaufsunterstützung sowie Hilfe im Garten.

Der Oberbürgermeister informierte als stellvertretender Vorsitzender des ÖDKV über die aktuelle Situation zur ärztlichen Versorgung und zum Pflegeangebot in Giengen. Dabei ging es erneut auch um die Maßnahmen der Stadt in Bezug auf das geplante Medizinische Zentrum mit Gemeinschaftspraxen; nach einem Umbau sollen in der Stadtmitte ein kleines MVZ bzw. zwei Arztpraxen in der Obertorstraße entstehen. Parallel dazu läuft das Verfahren zur Gründung einer Entwicklungsgesellschaft, was jedoch einige Zeit in Anspruch nimmt. Aktuell spricht die Stadt Ärztinnen und Ärzte unterschiedlicher Fachrichtungen an: insbesondere Kinder- und Jugendmedizin. Des Weiteren berichtete Henle über das DRK Pflegezentrum: Mit Beginn des Jahres 2022 soll der Bau starten, der im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein soll. Die Inbetriebnahme ist derzeit für April 2023 vorgesehen. Im ersten Abschnitt soll es dort 60 Pflegeplätze verteilt auf vier Wohngruppen geben. Dazu kommen Seniorenwohnungen und ein Tagespflegeangebot.

Mitgliederversammlung ÖDKV 2020

OB Henle bei der Mitgliederversammlung ÖDKV 2020
Fotos: Ökumenischer Diakonie- und Krankenpflegeverein