Bürgerwerkstatt „Neugestaltung der Dorfmitte Burgberg“

Die Dorfmitte in Burgberg soll attraktiver werden: Wie angekündigt, fand dazu am 22. Juni 2022 eine Bürgerwerkstatt in der Maria-von-Linden Halle in Burgberg statt. Ihr vorausgegangen waren ein Bürgerdialog in 2018, ein Workshop mit Vertretern der Kirche und der Vereine in 2019 sowie einer Bürgerschaftsumfrage in 2021. Konsens daraus war, das „Alte Rathaus“ und das „Alte Bürgermeister-Haus“ 2022 abzubrechen, um einer neuen Gestaltungsmöglichkeit Raum zu geben und das „Rote Schulhaus“ eventuell zu sanieren. Die Gesamtfläche zur Neugestaltung (inklusive „Rotes Schulhaus“) beträgt 2.150 qm.

30 Bürger*innen und Vertreter*innen des Gemeinderats der Stadt Giengen folgten der Einladung des Stadtplanungsamts zur Bürgerwerkstatt. In seiner Einführung gab OB Dieter Henle den oben genannten Rückblick und bedankte sich bei den Anwesenden: „Ich freue mich sehr, dass Sie sich für diese Veranstaltung Zeit genommen haben. Denn was heißt das? Es heißt, dass Sie Ihre Dorfmitte mitgestalten möchten, dass Sie Ihre Ideen in den Entwurf einbringen möchten, über den unser Gemeinderat am Ende entscheidet!“

Effektive Diskussionsverläufe

Danach übernahm Bürgerbeteiligungsexpertin Claudia Peschen und initiierte zunächst eine Fragerunde. In der anschließenden Arbeitsphase sollten die Teilnehmenden in zwei Gruppen Ihre Vorschläge / Ideen für die Gestaltung der freiwerdenden Flächen und der zukünftigen Nutzung des „Roten Schulhauses“ einbringen. Einschränkungen wurden vorab bewusst nicht gemacht – in beiden Gruppen schlossen sich rege Diskussionen verschiedenster Ideen und Anregungen an.

Bezüglich des „Roten Schulhauses“ waren sich beide Gruppen einig, es als identitätsstiftendes Gebäude erhalten zu wollen. Die Sanierung solle Räume für flexible Nutzungsmöglichkeiten schaffen, sowohl zu Vereinszwecken als auch für kleinere Veranstaltungen. Einige Teilnehmende konnten sich zudem eine kleine Gastronomie als Anlaufpunkt und Begegnungsstätte für die Bevölkerung von Burgberg vorstellen.

Im Hinblick auf die durch die Abbruchmaßnahmen entstehende Freifläche sprachen sich viele Teilnehmende für multifunktionale Flächen und eine Entschärfung der Engstelle in der Schulstraße aus. Die Anregung mehrerer Personen, einen Dorfplatz mit Brunnen, Aufenthalts- und Spielmöglichkeiten zu schaffen, fand in der Diskussion großen Zuspruch.

Hohe Identifikation angestrebt

Es war ein Termin, auf den, so hatte es der Oberbürgermeister zu Anfang formuliert, „wir später zufrieden zurückblicken: weil er gute Ergebnisse gebracht hat und weil er von einem fairen, freundschaftlichen Miteinander geprägt war!“ Die Stadt bedankte sich am Ende nochmals herzlich bei den Bürger*innen und den Mitgliedern des Gemeinderats. Ziel des Bürgerbeteiligungsprozesses ist es, das bestmögliche Ergebnis für die Neugestaltung der Dorfmitte von Burgberg zu erreichen – auch vor dem Hintergrund, dass die Mehrheit der Bürgerschaft es trägt und sich damit identifiziert.

Nächster Schritt ist die Zusammenfassung und Auswertung der Ergebnisse. Sie werden – wie bei den Bürgerdialogen üblich – zusammen mit einem Protokoll der Veranstaltung noch vor der Sommerpause auf der Homepage der Stadt veröffentlicht. Geplant ist zudem, per Online-Abfrage in der Bürgerschaft mögliche Varianten zu priorisieren, um so die Identifikation mit der am Ende favorisierten Lösung weiter zu untermauern. Über die Version, welche die größte Zustimmung erfährt, soll nach einer Machbarkeitsprüfung der Gemeinderat entscheiden.

Bürgerwerkstatt in Burgberg