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Bunter Seniorennachmittag in Hürben


„Das Lieben bringt groß Freud“, „Caprifischer“, „Griechischer Wein“... Vor und nach der Kaffeepause beim Seniorennachmittag in Hürben am 7. Juli war Stimmbandtraining mit den Mittwochsturnern der TSG Giengen angesagt. Das klappte mit Zugabe hervorragend – mit 90 Senior*innen zeigte sich der Chor kräftig, laut Stadträtin, Vorsitzende des Stadtseniorenrates und Organisatorin Karin Häußler war es der höchste Zuspruch bisher. 16 Titel standen auf der Liste, ein Liederbuch sorgte für Textsicherheit. Das erste Stück Kuchen gab’s als Belohnung, das zweite als Stärkung: Andrea Schwarz vom Dorftreff hatte lecker gebacken.

Ebenso lecker hatte der Seniorennachmittag begonnen: Es gab gefüllten Schweinebraten mit Semmelknödeln, Soße und Salattellern. Die Dorftreff-Frauen bildeten ein starkes Team, die Speisen hatte die Metzgerei Mack aus Sontheim vorbereitet, der Kartoffelsalat stammte von Elsbeth Panke. Nach dem Essen starteten „Mir ond mir“: „Heute hier morgen dort“ sangen sie, „Molly Malone“ und „Über den Wolken“. Ich finde, es ist klasse, wenn man im eigenen Dorf das Potenzial hat, Treffen wie dieses schön zu gestalten! In meiner Rede sprach ich über positive Energie im Alter – für mich ist sie wichtig und beeindruckend. Resümee vor diesem Hintergrund: „Ich schaue gerne in Ihre Runde, liebe Gäste. Das Leben gemeinsam genießen; dazu sind wir heute hier!“

In Folge ging es um Verdienste der Dorftreff-Frauen – für sie gab es viel Applaus – und um Neuerungen im Teilort: Die Hürbetal-Halle erstrahlt mit neuem Schild, unser Hürbetopf ist ein attraktiver Platz für sommerliche Auszeiten. Der Hürbener Friedhof wird immer schöner. Und in Sachen Nahverkehr sind wir gespannt aufs ÖPNV-Taxi! Ich bedankte mich herzlich bei Stadträtin Häußler und den Dorftreff-Frauen, bei den Helferinnen der Stadtverwaltung, bei Pfarrer Tom Fröhner, dem Chor „Mir ond mir“, Hausmeister Pohle, den Mittwochsturnern, dem TV Hürben und beim Ehepaar Graf von der DRK-Bereitschaft Hürben.

Pfarrer Tom Fröhner beschäftigte sich mit dem Erleben der Zeit, der Sicht von heute auf früher („es war nicht alles besser, aber anders“) und der in jungen Jahren auf später: Dann wünsche man sich, manches schon erarbeitet zu haben ... Als Illustration diente ein Märchen von Heinrich Spoerl über die Kunst des Wartens. Ein junger Bauer erhält dort die Chance, die Zeit weiterzudrehen und so Herausforderungen schnell hinter sich zu bringen. Am Ende ist sein Leben an ihm vorbeigerauscht – er hat es nicht gelebt. „Die Zeiten ändern sich und darum geht es“, so Tom Fröhner. Die Frage ist: „Kann ich mich auf den Wandel einstellen?“

Einen weiteren Programmpunkt bildeten die Ehrungen. Die älteste anwesende Bürgerin war 93 Jahre alt, eine 91-Jährige meinte in puncto Jungbleiben: „Jeden Tag schaffa und mit dem Mann gut auskomma, na klappts!“ Ein Mann ging spontan ans Mikrofon und bedankte sich unter Applaus bei allen Beteiligten für den gelungenen Seniorennachmittag. Am Ende präsentierte der TV Hürben mit drei Gruppen hochattraktives Turnen mit Musik – die Vorführung geriet zum bunten Finale!

Die nächsten Programmpunkte: Stadtfest Giengen (19./20.07.), Höhlenbärenhock Hürben (27./28.07.), WinzerSommer (16.-18.08.), den Sommer über Kultur an der Mauer und HalbAcht, am 05.10. die Markthalle des Genusses ... Und beim Tanztee am 27. Oktober tanzen wir den Speck dann wieder weg!