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Patschnass! ... 90. Jubiläum der DLRG Giengen


Bei der Feier zum 90. Jubiläum der DLRG Giengen am 5. Juli in der Hürbetal-Halle ging’s lustig zu! Die DLRG-Jugend führte ein zweistündiges, geheim einstudiertes Programm mit Theater, Darstellungen, Musik und Gesang auf. Sie ließen die Gründer aus dem Jahr 1934 wiederauferstehen: David Bantel, Josef Heidler, Ludwig Lipp, Christian Väth und Karl Wimmer. So oder so ähnlich sei es gewesen: „Männer, warum wir heute hier sind: Unser unerbittlicher Gegner Wasser hat beinahe wieder ein Leben bekommen. Der kleine Paul wäre fast dem nassen Tod zum Opfer gefallen.“ Ein Rettungsschwimmer habe geholfen, die Mission sei klar: „Jeder ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Rettungsschwimmer! Frei nach dem Motto: patsch nass, patsch nass, fuuz trocka!“

Vorstand Ulrich Carle und die Vize Cornelia Reuter präsentierten die DLRG-Gruppe nach dem Motto „Mir send die, wo ...“. Unter dem Motto „Mir send die, wo schwimma kennad“ nannten sie unter anderem 41 Schwimm- und 14 Rettungsschwimmabzeichen im Jahr 2023, unter „... wo redda kennad“ 650 Rettungswachestunden im Bergbad, 52 Erste-Hilfe-Leistungen und 4 Lebensrettungen. Wichtig war zudem, „... wo jeder zählt“: Die DLRG bindet die Jugend in die Verantwortung ein, bietet auch Schwimmkurse für Ältere und Menschen mit Handicap, dazu Themenveranstaltungen, Familienfreizeiten und Seniorennachmittage. „... wo schaffa kennad“ widmete sich dem Einsatz beim Rückbau des Hallenbads und beim Altpapiersammeln, „... die’s Maul aufmachad“ der Teilnahme an der Demoveranstaltung für Demokratie und Menschenrechte: „Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht und sexuelle Orientierung spielen für ein Engagement in der DLRG, insbesondere in der OG Giengen keine Rolle!“ Ulrich Carle ging zudem auf den Einsatz im Hochwassergebiet in Offingen ein, „bei dem die Rettungskräfte immer wieder auch auf das eigene Leben achten mussten“. Den Getränkeausschank der DLRG beim Open-Air verband er mit dem Wunsch: „Die Toten Hosen wären mal nicht schlecht ... an Tagen wie diesen!“

Der zitierte in seinem Grußwort unter anderem den frühgriechischen Philosophen Demokrit mit den Worten „Jedes Bad ist eine leibliche Wiedergeburt.“ Das Wasser scheine also fit zu halten, die DLRG brächten das Schwimmen bei, retteten Verunglückte und zudem junge Wassernixen vor Untätigkeit: „In der DLRG-Ortsgruppe Giengen sind spannende Freizeit und vielfältiges Engagement angesagt. Das bringt persönlich und gesellschaftlich weiter ... In Ihnen und euch allen habe ich eine klasse Mannschaft an Bord. Untergehen ist praktisch ausgeschlossen, Rettung jederzeit in Sicht, auch wenn‘s mal stürmisch wird!“ Er würdigte die DLRG-Einsätze während Corona, in Sachen Demokratie und vor allem in den Bädern: „Unser jetzt 70 Jahre junges Jubiläums-Bergbad präsentiert sich dadurch als Familienbad, in dem man sich pudelwohl und sicher fühlt ... Herzlichen Glückwunsch und ein goldenes Patschnass für noch viele Jahrzehnte: Die jungen, hoch motivierten Jahrgänge am Start sorgen dafür!“

Zu den Gratulanten zählten auch befreundete DLRG-Ortsgruppen und Alf Andrews, Justiziar des DLRG-Landesverbandes Württemberg e. V., ebenso MdL Andreas Stoch, der betonte wie wichtig es sei, Kindern das Schwimmen beizubringen. Die DLRG dankte Stadt und Gemeinderat für die Sanierungsinvestition ins Hallenbad. Abgesehen davon sei das Bergbad, so die DLRG-Jugend „der schönste Garten mit Pool!“ Eine Ausstellung historischer Dokumente im Foyer und eine Fotobox rundeten die Veranstaltung ab.

Untergehen ausgeschlossen: OB Dieter Henle und Herta Wöhrle