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Weichen für die Wasserstoffregion Ostwürttemberg

Informationsveranstaltung der Stadt Giengen und des Landkreises Heidenheim am 19.01.2023

Der Masterplan für die Offensive „Zukunft Ostwürttemberg" schreibt den Landkreisen Heidenheim und Ostalbkreis eine wesentliche Rolle als Wasserstoffregion zu. Die Weichen werden bereits jetzt gestellt: Zu den Wasserstoffprojekten zählt eine Wasserstoff-Tankstelle in Giengen, die bereits 2024 in Betrieb gehen soll.

Bei einer Informationsveranstaltung am 19. Januar 2023 in der Walter-Schmid-Halle in Giengen bekundete Landrat Peter Polta seine Freude über diese positive Aussicht: „Für die steigende Nachfrage nach Wasserstoff bestand bisher noch kein Angebot. Deshalb kommt 2024 eine Wasserstofftankstelle in den Landkreis. Damit realisieren wir einen weiteren Schritt hin zu einer klimaneutralen Wasserstoffregion Ostwürttemberg, so wie wir es in den Zielen unserer Offensive „Zukunft Ostwürttemberg“ festgeschrieben haben.“

Auch der Giengener Oberbürgermeister Dieter Henle hob die Bedeutung des Wasserstoffs für Ostwürttemberg hervor und machte dabei gleichzeitig das Interesse seiner Stadt deutlich, hier verantwortlich mitzuwirken: „Mit dem GIP A7 und weiteren erfolgreichen Unternehmen im Stadtgebiet positioniert sich Giengen wirtschaftlich unübersehbar in Ostwürttemberg. Auch das bevorstehende Wärmenetz und die Gründung der N!Kom weisen uns als zukunftsorientierte, handelnde Kommune aus. Eine Wasserstoff-Tankstelle ergänzt dieses Profil ausgezeichnet – Giengen investiert hier gezielt in die Wasserstoffregion Ostwürttemberg und in klimaneutrale Mobilität!“

Integriert in eine konventionelle Tankstelle von JET im Giengener Industriepark A7 wird Wasserstoff zukünftig von JET H2 Energy zapfbar sein. Die Wasserstofftankstelle in Giengen an der Brenz soll eine der ersten von insgesamt 250 in Deutschland, Dänemark und Österreich werden und voraussichtlich 2024 in Betrieb gehen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden zudem das vom Bund geförderte HyExpert Projekt H2Ostwürttemberg vorgestellt und die momentanen Bemühungen rund um die Wasserstoffregion Ostwürttemberg verdeutlicht: So soll mithilfe einer Wasserstoffpipeline, die vom Fernleitungsnetzbetreiber terranets GmbH geplant und gebaut werden soll, die Region mit grünem Wasserstoff versorgt werden. Die Bedarfe hierfür werden aktuell geprüft. Darüber hinaus informierte unter anderem auch die Firma Voith über Antriebsysteme für emissionsfreie Nutzfahrzeuge. Mehrere potenzielle Anbieter von H2-Fahrzeugmodellen – auch zur Miete wie von Hylane – lieferten überdies Details zur Einsetzbarkeit von Wasserstoff im Fuhrpark.

Rund 50 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter nahmen an der Veranstaltung zum Thema Wasserstoffinfrastruktur und -nutzung teil. Landrat Peter Polta und Oberbürgermeister Dieter Henle betonten die Rolle der Unternehmer und Nutzfahrzeugbetreiber auf dem Weg hin zur Klimaneutralität: „Nur gemeinsam können wir die Chance nutzen, die Stadt Giengen sowie den Landkreis und die Region Ostwürttemberg klimaneutral zu gestalten. Beteiligen Sie sich an einer wasserstoffbasierten Mobilität. Zusammen können wir die gesteckten Klimaziele erreichen.“

Zwei Frauen und fünf Männer stehen vor einem LKW

Vor einem der ersten mit Wasserstoff betriebenen und zugelassenen LKW auf Deutschlands Straßen der Firma Hylane (von links): Landrat Peter Polta, Giengens Oberbürgermeister Dieter Henle, Elena Hof (Jet H2 energy GmbH), Lutz Tesmer (Faun), Beat Hirschi (Hyundai Hydrogen Mobility), Andreas Hewel und Giuliana Frank (Hylane)
Foto: Landratsamt Heidenheim