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Tolles Benefizkonzert fürs Sternenkässle!


Ein klasse Musikprogramm präsentierten der Reservistenmusikzug 28 aus Ulm und der Handharmonika-Spielring Schnaitheim bei ihrem Benefizkonzert fürs Sternenkässle! Am Samstag, den 19.11. begeisterten sie damit 300 Zuhörende in der Walter-Schmid-Halle. Beide Initiatoren der ungewöhnlichen musikalischen Kombination sind der Giengener Benefizaktion eng verbunden: der Musiker und Komponist Gerhard Fetzer, seit 69 Jahren mittwochmittags vom Turm der Stadtkirche zu hören und (unter anderem) Saxophonist beim Reservistenmusikzug ebenso wie Schirmherrin Simone Henle, die schon viele Jahre beim Handharmonika-Spielring aktiv musiziert. Schirmherr des Abends war der Oberbürgermeister, der sich übers zahlreiche Publikum freute: „Vielen Dank, dass Sie alle hier sind und so eine besonders schöne Möglichkeit nutzen, das Sternenkässle zu füllen!“

Die erste Hälfte des Konzerts gehörte den Akkordeons: Beim Handharmonika-Spielring musizierten im Hauptorchester unter Leitung von Karin Theilacker Musiker*innen in vier Akkordeonstimmen, dazu kamen Bass, Keyboard und Schlagzeug. Durchs Programm führte Simone Henle. Das Orchester ist musikalisch gesehen offen für alles – ob Volksmusik, Pop oder Klassik. Am Samstagabend gab’s zuerst die „Märchen-Sinfonietta“ des Akkordeongenies Rudolf Würthner, es folgten „Die drei Musketiere“ und „Intercity“ von Adolf Götz, das Konzertstück „La Storia“ und die Filmmusik zu „Exodus“. Ferner war die „Rhapsodia Andalusia“, ebenfalls von Adolf Götz, zu hören. Als Überraschung präsentierte Silvia Richter, die Dirigentin des Spielring-Ensembles, zudem ein rasantes Solo: Mit dem „Libertango“ von Astor Piazzolla brachte sie ein Stück Argentinien in die Walter-Schmid-Halle.

Nach der Pause startete der Reservistenmusikzug 28 mit 50 Musizierenden, dirigiert durch Hauptfeldwebel der Reserve Robert Roth. Die Musiker*innen, teils von weither angereist, sind in der militärischen Blasmusik ebenso zuhause wie in der zivilen: Sie begannen mit dem „Marsch des Soldaten Robert Bruce“ aus dem Broadway-Musical Mame, es folgten das Trompetensolo „Annie’s Dream“ und die „Seagate Ouverture“. Der bayerische Traditionsmarsch „Von der Tann“ erklang, dazu zwei Märsche mit Giengener Wurzeln: der „SKB-Marsch“ von Gerhard Fetzer und den „Marsch des Landsturm-Infanterie-Bataillon Ulm XIII.13“ in Erinnerung an Robert Schilling, von 1908 bis 1938 Städtischer Musikdirektor in Giengen. Dirigent Robert Roth zeigte sich gleich zu Beginn von der musikalischen Leistung des Handharmonika-Spielrings beeindruckt. Er erläuterte die Stücke des Musikzuges und verwies gekonnt immer wieder auf Gerhard Fetzer. Der steuerte außer seinem musikalischen Können auch noch Handwerkliches bei: An der Kasse gab’s Einhorn-Zinnanhänger, von ihm eigens fürs Sternenkässle gegossen, zum Preis von je fünf Euro.

Der Reservistenmusikzug kündigte statt einer Zugabe gleich zwei an, honoriert durch großen Applaus. Die zweite war die Deutsche Nationalhymne. „Sie passt gut zur aktuellen Situation, in der wir froh sein können, dass wir in einem Land leben können, in dem Frieden herrscht: Einigkeit und Recht und Freiheit“, so Robert Roth. Das Oberbürgermeister-Ehepaar bedankte sich am Schluss des Konzerts bei den Dirigent*innen Karin Theilacker, Silvia Richter und Robert Roth sowie bei den Vorsitzenden der beiden Orchester, Simon Stark und Karin Theilacker, bei der Technik (Roland Keller und Martin Hollarek) und den Jugendlichen der DLRG Giengen, die den Ticketverkauf und Garderobenservice übernommen hatten. Ein letztes Dankeschön ging an Simone Henle selbst: Sie hatte die Bühne mit Blumen dekoriert.

Gruppenbild Handharmonika Spielring Schnaitheim

Handharmonika-Spielring Schnaitheim

Gruppenbild Reservistenmusikzug 28 aus Ulm

Reservistenmusikzug 28 aus Ulm