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Freie Bahn für die Barfüßer Hausbrauerei, das RiKu Hotel und Stadtwohnungen


Der Weg für die Realisierung einer Hausbrauerei, eines Hotels sowie der Stadtwohnungen im Herzen der Giengener Innenstadt durch die Barfüßer Gastronomie-Betriebs GmbH & Co. KG ist geebnet!

In seiner Sitzung am 07.04.2022 fasste der Gemeinderat der Stadt Giengen den Abwägungs- und Satzungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Sondergebiet Lamm-Areal“. Damit besteht für das Lamm-Areal nun das erforderliche Baurecht. „Das Baugesuch der Barfüßer Gastronomie-Betriebs GmbH & Co. KG ist vollständig vorbereitet und wird der Baurechtsbehörde der Stadt Giengen in den kommenden Tagen überreicht“, kommentierte deren Geschäftsführer Eberhard Riedmüller, der aktuell von einer Investitionssumme von bis zu 20 Millionen Euro ausgeht.

Ebenfalls am 07.04.2022 erfolgte die Auftragsvergabe für den Abbruch der Gebäude und die Baureifmachung des Geländes für das Barfüßer-Vorhaben. Mit einer Brutto-Vergabesumme in Höhe von 537.000 Euro investiert die Stadt Giengen erneut mehr als eine halbe Million Euro in eine attraktivere Innenstadt und die Baureifmachung des Grundstücks. Die Abbrucharbeiten sollen bereits Mitte April beginnen und bis Juli 2022 abgeschlossen sein.

Schritt für Schritt voran
Den ersten Schritt des Vorhabens bildete im Mai 2018 der Beschluss des Gemeinderates über die Schwerpunktsetzung der weiteren Innenstadtentwicklung im Lamm-Areal, konkretisiert im April 2019 durch eine städtebauliche Rahmensetzung für einen Realisierungswettbewerb. Im November 2019 folgte der Zwischenerwerb der Grundstücke im Lamm-Areal durch die Stadt Giengen.

Gemäß den Förderrichtlinien im Sanierungsgebiet beschloss der Gemeinderat im März 2020 die europaweite Ausschreibung des Projekts. Das Verfahren endete rechtskonform im März 2022 mit der Beurkundung des Grundstückskaufvertrags und der damit erfolgten Vergabe der Grundstücke des ca. 2.100 qm großen Geländes an die Barfüßer Gastronomie-Betriebs GmbH & Co. KG.

Im April 2021 erfolgte der Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Sondergebiet Lamm-Areal“. Anlässlich dieses Beschlusses stellte Eberhard Riedmüller das Vorhaben im Gremium öffentlich vor.

Im September 2021 fasste der Gemeinderat den Billigungs- und Auslegungsbeschluss für den Entwurf des Bebauungsplans. Nach der Beurkundung des notariellen Kaufvertrags ebnen die aktuellen Beschlüsse endgültig den Weg zur erfolgreichen Umsetzung des Vorhabens in der Giengener Innenstadt.

Der Baubeginn ist unmittelbar im Anschluss an die Abbrucharbeiten im Juli 2022 vorgesehen – eine voraussichtliche Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren schließt sich an. Läuft alles nach Plan, soll das neue Angebot ab Sommer 2024 Einheimische und Gäste in Giengen begeistern.

Oberbürgermeister Dieter Henle und Investor Eberhard Riedmüller bei der Beurkundung
Haben gut lachen: Oberbürgermeister Dieter Henle und Investor Eberhard Riedmüller nach der notariellen Beurkundung des Kaufvertrages für das neue Barfüßer-Projekt in Giengen

Magnet in der Innenstadt
„Wir freuen uns sehr, mit der Barfüßer Hausbrauerei plus RiKu Hotel eine Attraktion zu bekommen, die sich andernorts als Magnet auf Dauer präsentiert“, kommentierte Oberbürgermeister Dieter Henle. Zur gutbürgerlichen deutschen Küche in gemütlichem Ambiente kommen in Giengen ein adäquates Tagungsangebot, 60 neue Hotelzimmer, eine Tiefgarage und neun moderne Stadtwohnungen. „Auch vor dem Hintergrund unseres Skulpturen-Erlebnispfades passt das Angebot an dieser Stelle perfekt!“

Eberhard Riedmüller sieht die sich stetig entwickelnde Stadt als Chance für sein Unternehmen: „Wir mögen die agile Politik und die aufgeschlossene Bürgerschaft in Giengen“, so der Investor. Der Gewerbe- und Handelsverein betonte bereits bei Bekanntwerden des Vorhabens die weiter wachsende Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. „Das neue Lamm-Areal wird ein ausgezeichneter Frequenzbringer“, so Vorstand Thomas Nock. Zudem entstehe in Verbindung mit dem Projekt ein neues Unternehmen in Giengen, das 50 bis 60 Arbeitsplätze in Voll- und Teilzeit biete.

Starke Unterstützung durch das Land
Das Lamm-Areal befindet sich innerhalb des seit 2012 förmlich festgesetzten Sanierungsgebietes „Stadtmitte“. Im Rahmen des Landessanierungsprogramms (LSP) fördert das Land Baden-Württemberg die städtebauliche Erneuerung in Giengen aktiv. Für den Zwischenerwerb der Liegenschaften, die Abbruchmaßnahmen und die Baureifmachung des Geländes stehen im Sanierungsgebiet „Stadtmitte“ Sanierungsmittel des Landes in Höhe von rund 1,8 Mio. Euro zur Verfügung. Ohne diese großzügige Förderung wäre ein Projekt in dieser Größenordnung aus städtischer Sicht nur schwer darstellbar gewesen, zumal sich die Stadt bereits jetzt – in gleichem Maße wie das Land – in die Innenstadtsanierung einbringt.

Ein neues Stück Giengen
„In unserer Zusammenarbeit ist ein vorbildliches, städtebaulich attraktives Konzept entstanden“, resümierte OB Dieter Henle. „Es vereint eine verträgliche Nachverdichtung und ein lebendiges Quartier mit Mischnutzung.“ Als neuen Aspekt kündigte er die optische Anpassung der Kirchgasse im Sinne einer Flaniermeile in Richtung Stadtkirche an. Dort sollen auch Stadtbäume gepflanzt werden; die Ausführungsplanung läuft.

Eberhard Riedmüller betonte zudem – auch in Vertretung des beauftragten Architekturbüros hrbarchitekten in Weißenhorn – die interessanten Perspektiven für die örtliche Bauwirtschaft. Wichtig sei auch die Harmonie in der städtischen Gesamtentwicklung: „An der Autobahn entsteht ein hoch attraktives Gewerbegebiet, wir hier in der Stadt unterstützen die Investoren dort durch ein perfekt passendes Programm in Sachen Gastronomie, Hotellerie und Tagungen.“

„Das neue Lamm-Areal hat in vieler Hinsicht das Potenzial, Identität zu stiften“, bekundete auch der Rathauschef. „Hierher lädt man Freunde ebenso wie offizielle Gäste ein, um die Stadt mit allen Sinnen zu genießen. Wir können stolz sein auf dieses neue Stück Giengen!“

Ansicht von der "Kirchgasse"Ansicht von der „Kirchgasse“

Ansicht von der "Lange Straße"Ansicht von der "Lange Straße"

Visulaisierung Barfüßer Giengen an der Brenz (Quelle: hrbarchitekten, Weißenhorn)