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Giengen ist offiziell Fairtrade-Stadt 

Auch Kleines kann viel bewirken

Eine Urkunde macht es offiziell: Giengen kann sich seit 11.04.2013 als Fair-Trade-Stadt bezeichnen. Über 200 Freunde und Unterstützer des fairen Handels waren bei der offiziellen Ernennungsfeier im Bürgerhaus Schranne mit dabei. Oberbürgermeister Gerrit Elser sprach von einer „wertvollen Auszeichnung“, mit der sich Giengen jetzt schmücken könne. Viele Bürger seien engagiert, um Produzenten aus den so genannten Entwicklungsländern zu unterstützen, damit diese für ihre Produkte bessere und faire Preise erhalten. Diese stünden unter dem Druck des Welthandels, von ausbeuterischem Zwischenhandel, und hätten oft katastrophale Arbeitsbedingungen. In Giengen sei man nicht vermessen zu glauben, man könne internationale Politik machen, dennoch sei es vielen Menschen in der Stadt wichtig, nach dem Motto „global denken, lokal handeln“ sich ein Stück weit um eine gerechtere Welt zu bemühen. Ein breites Netzwerk sei in der Stadt vorhanden, Schulen, Vereine, die Feuerwehr und die Kirchen seien mit einbezogen. „Das macht mich stolz“, so Elser. Jetzt gehe es darum, sich nicht mit dem Erhalt des Siegels zufrieden zu geben. Auch Giengen könne einen Beitrag leisten für wirtschaftliche und soziale Nachhaltigkeit.
Die Ursprünge und den Weg des Fair-Trade-Gedankens in der Stadt zeigte Elisabeth Steffel als Vertreterin der Steuerungsgruppe auf. „Die Fairtrade-Idee ist aus der Nische heraus gekommen“, sagte sie. Nachdem Themen wie faire Schokolade schon vor Jahren in die kirchliche Jugendarbeit eingeflossen waren, hätten die Giengener Pfadfinder die Fair-Trade-Idee 2012 in ihr Jahresprogramm aufgenommen. Die Umsetzung der Kriterien für eine Auszeichnung als Fair-Trade-Stadt habe reibungslos funktioniert. Bei der notwendigen Vernetzung der Beteiligten von Stadt, GHV, Kirchen, Schulen und Vereinen habe sich der Vorteil einer kleinen Stadt gezeigt. Nachdem der Stein im Mai 2012 endgültig ins Rollen kam, habe man auch schnell die Geschäftswelt und die Gastronomie mit ins Boot nehmen können. Die jetzige Feier sei ein Zwischenstopp. „Jetzt heißt es dran bleiben.“ Die aus Köln angereiste Fair-Trade-Beauftragte Edith Gmeiner sagte, mit Giengen gebe es jetzt 144 Fair-Trade-Städte in Deutschland.

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