Wenn Sie Fragen zum Projekt Notinsel haben, als Anlaufstelle mitmachen möchten oder Infomaterial benötigen, wenden Sie sich an:

Frau
Gisela Rink
Mitarbeiterin Amt für Bildung und Soziales - Haus der Jugend
07322 958640
E-Mail senden / anzeigen
Haus der Jugend
Spitalstraße 5/1
89537 Giengen an der Brenz
  • Notinsel

Notinsel

NOTINSEL“ schützt Kinder in Giengen.
Schirmherrschaft : Oberbürgermeister Gerrit Elser

Die Idee

Mit dem Projekt Notinsel hat die Stiftung Hänsel + Gretel die Initiative ergriffen und eine Möglichkeit geschaffen, Kindern in Notsituationen Fluchtpunkte aufzuzeigen, in denen sie Hilfe bekommen.
Notinseln können Einzelhandelsgeschäfte, Bäcker, Metzger, Friseure, kleinere Supermärkte, Apotheken, Banken u. v. m. werden, sofern sie geeignet sind und sich bereit erklären, Kindern zu helfen, wenn diese Hilfe benötigen.
Jedes Notinsel-Partnergeschäft unterschreibt eine Selbstverpflichtung und erhält dann einen Aufkleber, der gut sichtbar für Kinder angebracht wird.Eine Handlungsanweisung im Laden weist die regionalen Notrufnummern aus und erläutert den Mitarbeitern, was im Notfall zu tun ist.
Auf diese Weise können Kinder in Not in die gekennzeichneten Geschäfte flüchten und sicher sein, dass sie dort kompetente (auch alltägliche) Hilfe finden. Das Netzwerk an Notinseln kann nicht lückenlos sein, muss es auch nicht. Das Signet ist ein wichtiges Zeichen für Kinder, gegen Täter und für ein großes bürgerschaftliches Engagement der Partnergeschäfte.
  • Geschäfte signalisieren Kindern "Wo wir sind, bist Du sicher".
  • Geschäfte bilden eine Gegenfront gegen potentielle Täter und gegen Gewalt.
  • Kinder haben die Möglichkeit, Hilfe zu finden. Das macht ihnen Mut.
  • Anreiz in der Familie zu Gesprächen über "Gewalt" und "Gefahren".
  • Chancen zur Entwicklung eigener Schutzstrategien in der Familie und Schule.
  • Bedeutendes gesellschaftliches Signal für Kinder und deren Belange.
  • Solidarität von Politik, Wirtschaft, Schule und den Bürgern gegen die Gleichgültigkeit gegenüber Kindern
Seit 2008 gibt es in Giengen 46 NOTINSELN, die Kindern in Angst, mit kleinen und mit großen Sorgen Schutzraum bieten.
Dieses Netzwerk von Geschäften, Läden, Schulen und Kindergärten sorgt dafür, dass der Schulweg oder der Heimweg  für Kinder in Giengen nicht zu einem Risiko mit bösen Überraschungen wird.
Alle Anlaufstellen haben ein gemeinsames Ziel: Sie wollen Giengen so sicher machen, dass Kinder bedenkenlos allein zur Schule gehen können. Geschäfte in Giengen erklärten sich bereit, den Kleinen in Notfällen zu helfen und zeigen das mit großen, bunten Aufklebern in ihren Schaufenstern und Türen.
Meist sind es die kleinen Probleme des Alltags, bei denen die Geschäftsleute Unterstützung leisten: Die Kinder kommen wegen verlorener Schlüssel, mit aufgeschürften Knien oder weil sie dringend zur Toilette müssen. Umfragen zeigen, dass diese Anlaufstellen nur in seltenen Fällen Streit schlichten oder gar bedrängten Kindern Schutz bieten müssen.
Für die Kinder sind aber die kleinen Probleme auch schon schlimm.
Sie geraten in Notfällen immer in ein Dilemma,  Auf der einen Seite bräuchten sie Hilfe, auf der anderen Seite ist ihnen bewusst, dass sie keine Fremden ansprechen sollen. Um den kleinen Bürgern der Stadt noch mehr Sicherheit zu bieten, wurden Notinselschulwegplaner an die Grundschulen in Giengen verteilt. Kinder können in ihrem Plan ihren eigenen Schulweg aufmalen und die Notinseln einzeichnen, an denen sie vorbeikommen. Beim Einprägen der Notinseln sollten die Eltern behilflich sein.