Kinderfest

Böllerschüsse, Umzüge der Musik- und Spielmannszüge und die Choralbläser auf dem Bläserturm der Stadtkirche leiten am frühen Morgen des Pfingstdienstag den "Nationalfeiertag" in Giengen ein. Die Stadt präsentiert sich von ihrer besten Seite. Wimpel flattern über den Straßen und Fahnen wehen im Wind.

Zur Einstimmung auf das Fest findet am Abend des Pfingstmontag das offene Liedersingen auf dem Kirchplatz statt. Nach dem Auftakt am Dienstagmorgen sammeln sich die jüngeren Schüler aller Schulen in der Stadtkirche zum Gottesdienst. Es schließt sich der festliche Zug vor das Rathaus an, wo alte Frühlingslieder angestimmt werden. Ein Kuriosum: auf dem gesamten Fest werden keine offiziellen Ansprachen gehalten. Der geschmückte Festzug setzt sich danach in Begleitung der Musikkapellen in Richtung des nahen Schießberg in Bewegung. Unter einem Lindenrondell folgt das paarweise Preistanzen der Schülerinnen und Schüler.

Vergnügungspark Wettspiele Seilziehen

Den ganzen Tag ist für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt. Kinder vergnügen sich unbeschwert bei den Karussells oder anderen Spielen. Am Nachmittag finden Wettkämpfe aller Art statt. Gegen 19 Uhr setzen sich die Festbesucher in Richtung Kirchplatz zur "Stäffelespredigt" in Bewegung. Dieser offizielle Abschluss wird im Wechsel vom katholischen und evangelischen Pfarrer in meist humorvoller Weise von den Stufen des südlichen Portals der Stadtkirche gestaltet.

Das Kinderfest entwickelte sich allmählich aus einer jährlich wiederkehrenden Schulvisitation mit anschließendem Fest auf dem Schießberg. Für das Jahr 1659 ist dieses Ereignis erstmals urkundlich nachweisbar, wenn es auch weiter zurückreichende Hinweise auf den Beginn des 16. Jahrhunderts gibt. Die Schulvisitation ist zwar schon lange aufgegeben, das Fest hat sich aber in nur wenig verändertem Ablauf bis heute erhalten. 1972 erweiterte sich der Teilnehmerkreis nach der Eingemeindung von Hürben, Hohenmemmingen, Burgberg und Sachsenhausen.

Luftballonwettbewerb Dem Kinderfest voran gehen die sogenannten "Jahrgangsfeiern", die sich eines starken Zulaufes auch von ehemaligen Giengenern erfreuen. Beteiligt sind die "runden" Jahrgänge, wobei die "Vierziger" als jüngste vertreten sind. Jeder Jahrgang feiert in einer anderen Lokalität der Stadt. Selbst ehemalige Giengener Bürgerinnen und Bürger aus Übersee lassen sich dieses Wiedersehen mit alten Bekannten, Freunden und Schulkameraden nicht entgehen.

Bemerkenswert ist auch das "Kinderfestwetter", das Giengen "gepachtet" zu haben scheint. Nur selten fiel der "Nationalfeiertag" aus Witterungsgründen aus.

Das Pfingstwochenende und der darauffolgende Dienstag sind für alle beteiligten Giengener Bürgerinnen und Bürger sowie die Gäste ein unvergessliches Erlebnis.

Kein anderes festliches Ereignis in Giengen vereinigt Generationen und Nationalitäten so harmonisch in einer unvergleichlichen Atmosphäre miteinander.

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