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Der Giengener Aussichtsturm, ein Wahrzeichen auf dem Schießberg, ist heutzutage ein beliebtes Ziel für Spaziergänger sowie Kinder und mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Viele ältere Giengener schwelgen beim Anblick in liebgewordenen Erinnerungen an Kindheit und Jugend. Besonders am jährlich stattfindenden historischen Kinderfest sowie beim Waldfest wird ihm besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Seine Erstellung begann im Jahre 1902 und beruhte auf der Idee des Ulmer Architekten Kienzle in Zusammenarbeit mit dem Schwäbischen Albverein. Für den Bau selbst war eine italienische Bauarbeiterkolonne zuständig. Der Turm ist 15 m hoch und enthält in seinem Gestein eine eingemauerte Urkunde über Kosten und Förderer.
Anfang des 20. Jahrhunderts diente er Paul Wanner als Kulisse für das Heimatspiel "Brennende Heimat" - in Erinnerung an den 300 Jahre zurückliegenden Stadtbrand von 1634. Der Robert-Bosch-Realschule wurde er für den Geographieunterricht zur Verfügung gestellt.
Leider verlor der Turm im Laufe der Zeit seine ursprüngliche Bedeutung. Er war oft Gegenstand von Auseinandersetzungen und Vandalismus, so dass man mit dem Gedanken spielte, ihn abzubrechen oder zu sprengen. Auf Betreiben des Gemeinderats von 1971 wurde der Aussichtsturm noch zweimal saniert.
Eine Besichtigung ist aufgrund der vorhandenen Sicherheitsbestimmungen allerdings nur von außen möglich.