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Mit 587 Metern ist die Charlottenhöhle eine der längsten Schauhöhlen Süddeutschlands. Die Höhle, im Jahre 1893 entdeckt ,erhielt ihren Namen nach der damaligen Königin Charlotte von Württemberg. Vor langer Zeit wurde die Höhle durch die Kraft des Wassers geschaffen. Danach entstand in vielen tausend Jahren in den Hallen und Gängen ein wahres Wunderwerk an Tropfsteinen. Zu den ersten Säugetieren, die die Höhle aufsuchten, gehörten wahrscheinlich Fledermäuse, sicher aber Höhlenbären.
Die Bären hinterließen an mehreren Stellen in der Höhle glattpolierte Felsflächen, weil sie hier ihr Fell vom getrocknetem Schlamm und Ungeziefer reinigten. Eiszeitliche Jäger, wie in den benachbarten Lonetalhöhlen, wurden in der Charlottenhöhle nicht nachgewiesen.
Seit August 2011 taucht eine neue und innovative LED-Beleuchtung die Höhle in ein ganz neues Licht. Die Besucher erwartet eine völlig andere Farbgebung; Besonderheiten wie die teilweise sehr bizarren Tropfsteinformationen der Höhle werden zudem viel besser in Szene gesetzt. So erscheint die Höhle geheimnisvoller und ursprünglicher - die Urzeit, in der noch Bären in der Höhle lebten, wird zum Greifen nah. Und selbst Besuchern, die die Höhle bereits kennen, erscheint sie komplett anders als bislang. Der Einbau der neuen Beleuchtung erfolgte auf Initiative des Höhlen- und Heimatvereins Giengen-Hürben und der Stadt Giengen. Die Umsetzung des Projektes wurde durch Fördermittel aus dem LEADER Programm der Europäischen Union ermöglicht.
Im Info- und Servicezentrum "HöhlenHaus" können Besucher auf spannende Art mehr über die Themen Geologie, Siedlungs- und Erdgeschichte, Höhlen und das nahe gelegene Lonetal erfahren.
Wir empfehlen den Besuchern der Höhle warme Kleidung und feste Schuhe zu tragen.
Die Temperatur in der Höhle beträgt ganzjährig ca. 9°C.